Zusammenarbeit der OTH-Cluster nehmen Fahrt auf

26. Januar 2015
Von: Veronika Bleicher

 

In Projekten wie dem humanoide Roboter „NAO“ und der „Intelligenten Steckdose“ sehen zwei OTH-Cluster der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und OTH Amberg-Weiden das Potential verstärkt zusammenzuarbeiten.

In elf Forschungsclustern des OTH-Verbundes der OTH Regensburg und OTH Amberg-Weiden wird seit Anfang 2014 hochschulübergreifende Forschungsarbeit gebündelt. Am 26. Januar 2015 trafen sich acht Professoren der beiden Forschungscluster „FuE-Anwenderzentrum Informations- und Kommunikationstechnologien“ (IKT) und Robotik, Algorithmen, Kommunikationsnetze und Smart Grid (RAKS). Ziel des Treffens war es, die bisherige hochschulübergreifende und erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Forschungscluster IKT und RAKS weiter auszubauen und zu verstärken.

Die Teilnehmenden hatten zunächst die Aufgaben, Projektideen zu sammeln und in mögliche Projektbereiche und -felder zu bündeln. Als mögliche und umsetzbare Ideen kristallisierten sich im Verlauf des Meetings die Umsetzung eines gemeinsamen Projektes mit dem humanoiden Roboter „NAO“ oder die „Intelligente Steckdose“ heraus. Prof. Dr. Hans-Peter Schmidt sagte: „Beide Cluster könnten hier mit ihren Kernkompetenzen der Hardwareentwicklung, dem HF-Design und der Schnittstelle Mensch Maschine mitwirken.“ Im Anschluss werden nun die Aufgabengebiete auf beiden Seiten evaluiert. 

Neben der Intensivierung und dem Ausbau von gemeinsamen Projekten ging es bei dem Cluster-Treffen auch um die Etablierung in die deutschland- sowie europaweite Forschungslandschaft. Um den Bekanntheitsgrad zu steigern, wurden auf der Veranstaltung „Mobilizing Universities of Applied Sciences for Horizon 2020“ am 4. Februar 2015 in Brüssel die beiden Cluster mit ihren jeweiligen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an beiden Hochschulen einem europaweiten Publikum vorgestellt. 

Clustersprecher, Prof. Dr. Hans-Peter Schmidt, der zusammen mit Florian Niewiera, Forschungsassistent IKT und RAKS der OTH Amberg-Weiden, die Cluster auf dem Brüsseler Kongress vorstellte, sagte: „Mit einer solchen Teilnahme versprechen wir uns, die Wahrnehmung und Sichtbarkeit unserer Cluster als kompetente Institutionen zu stärken - auch international“.

Mit dem neuen Clustermitglied Prof. Dr. Ulrich Schäfer konnte das Spektrum an Cluster-Kompetenzen weiter ausgebaut werden. Seit dem Wintersemester 2014/2015 ist er an der OTH Amberg-Weiden für das Lehrgebiet Medieninformatik und Mobile Computing zuständig und bringt seine Kompetenzen in beide Cluster ein.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Cluster-Teilnehmer einig, dass sich die Cluster IKT und RAKS bereits in den OTH-Hochschullandschaften erfolgreich etabliert haben und Organisationen geschaffen wurden, die nachhaltige Forschungserfolge beider Ostbayerischen Technischen Hochschulen ermöglichen.

Forschungscluster des OTH-Verbunds

Die elf Forschungscluster des OTH-Verbundes haben das Ziel, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Ostbayerns zu steigern und den regionalen Wirtschaftsstandort zu stärken. Aufgabenschwerpunkte aller dieser beider Forschungscluster sind die Antragstellung von Förder- und Industrieprojekten sowie die organisatorische Unterstützung dieser anwendungsorientieren Projekte.

F & E- Anwenderzentrum Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Das Cluster F & E-Anwenderzentrum IKT setzt hier seine Schwerpunkte in den Bereichen '"Zukünftige innovative Kommunikations- und Stromversorgungstechnologien im Automobil- und Industriesektor, der IT-Sicherheit, mobile Anwendungen und der Automatisierungstechnik".

Robotik, Algorithmen, Kommunikation, Smart Grid (RAKS)

Im Cluster RAKS sollen Forschungsaktivitäten zu den Bereichen „Robotik, intelligente Stromnetze, Sensornetze und Elektromobilität mit den Schwerpunkten auf Algorithmen, Kommunikation und Mensch-Maschine-Interaktion“ gebündelt werden.